Nachhaltigkeit und Ökologie

Verantwortungsvolles Handeln als Grundlage für unsere tägliche Arbeit.

Was es alles für perfekte Pisten braucht

Die Natur ist der Arbeitgeber einer jeder Bergbahn. Deshalb gilt es, die Umwelt so schonungsvoll wie nur möglich zu nutzen und sie auch zu schützen. Denn nur eine intakte Landschaft ist ein sicheres Fundament für einen Anbieter von Schneesport- und Bergerlebnissen. In der Verantwortung von Engadin St. Moritz Mountains liegt deshalb sowohl der respektvolle Umgang mit den verfügbaren Ressourcen als auch wie die Anwendung schonender Arbeitsmethoden. Engadin St. Moritz Mountains investiert laufend in neue und schonende Technologien, wobei die Massnahmen oft weit über die Vorschriften des Gesetzgebers hinaus reichen. Nachfolgend finden Sie eine Übersicht über alle Projekte, welche den schonenden Umgang mit der Natur im Fokus haben.


Die nachhaltigste Weltmeisterschaft in St. Moritz

Das Pistenmanagement-Konzept sorgte für eine verbesserte Ressourcennutzung und -schonung auf allen Ebenen. Die FIS alpine Skiweltmeisterschaft 2017 in St. Moritz ging als «nachhaltigste Weltmeisterschaft im Pistenmanagement» in die Geschichtsbücher ein. Kässbohrer trug mit seinen Produkten und viel Know-how einen grossen Teil dazu bei.

Video von PistenBully:

Artikel - Die nachhaltigste Weltmeisterschaft in St. Moritz, PDF


Energiesparprogramm

Ökologische Verantwortung ist für die Engadin St. Moritz Mountains AG nicht nur Verpflichtung sondern aktiver Bestandteil der Unternehmensstrategie. Dafür sorgt eine umfangreiche Reihe von Projekten mit teilweise Vorreitercharakter und eine permanente Weiterentwicklung und Optimierung. Mit der freiwilligen Teilnahme am Programm der Energie-Agentur der Wirtschaft bekennt sich das Unternehmen Engadin St. Moritz Mountains AG zur aktiven Reduktion der CO2-Emissionen und zur Optimierung der Energieeffizienz. Die Zielvereinbarung ist vom Bund, den Kantonen und Partnern der Wirtschaft anerkannt.

Zertifikat Engadin St. Moritz Mountains AG, Hotels
Zertifikat Engadin St. Moritz Mountains AG, Bergbahnen


Respekt im Umgang mit der Umwelt

Die Natur ist der Arbeitgeber jeder Bergbahn und deshalb wird unsererseits alles daran gesetzt, diese so schonungsvoll wie nur möglich zu nutzen und sie zugleich zu schützen. Auf knapp 0,7 % der Fläche Graubündens, wovon 50 % unter Schutz stehen (Quelle ARE GR, 2009) erwirtschaften die Bergbahnunternehmen Graubündens pro Jahr einen Umsatz von rund 370 Mio. Franken. Nur eine intakte Landschaft ist ein sicheres Fundament für einen Anbieter von Schneesport- und Bergerlebnissen. Es gehört infolgedessen zu unserer zentralen Verantwortung, respektvoll mit den verfügbaren Ressourcen umzugehen und schonende Arbeitsmethoden anzuwenden. Unsere Massnahmen reichen oft weit über die Vorschriften des Gesetzgebers hinaus.

Einige Beispiele zum Umgang mit der Umwelt


Projekt: Naturspeichersee auf Corviglia

Mit dem Ziel, den Energieverbrauch für die Beschneiung zu senken, wurde in der Region Corviglia auf rund 2500 m ü. M. ein Speichersee realisiert. Mit dem Beschneiungswasserspeicher in der Grösse von 450'000 m3 im Bereich Lej Alv können pro Seefüllung im Vergleich zu Heute 2500 MWh eingespart werden.

 


Biologische Kläranlagen

Engadin St. Moritz Mountains betreibt seit über 30 Jahren eine biologische Kläranlage. Die grösste Schwierigkeit liegt dabei in der Höhenlage der Anlage. Eine Kläranlage auf 2800 m ü. M. zu betreiben, stellt eine echte Herausforderung dar.


Beschneiung, Energie- und Wasserverbrauch

Dank den heutigen Beschneiungsmöglichkeiten ist man im Stande, bis zum Start der Hochsaison ein Grossteil der Pisten in Betrieb zu nehmen. Dadurch kann die darunterliegende Flora und Fauna geschützt werden.

Der Energieverbrauch im Gesamtkontext betrachtet: Das Einschneien eines grossen Skigebiets mit rund 550'000 kWh Strom liegt in der Grössenordnung einer offenen Kunsteisbahn in Zürich (rund 800'000 kWh/a) oder eines Hallenbads in den Bergen (820'000 kWh/a).
(Quelle: UVEK, Energetische Bedeutung der techn. Pistenbeschneiung und Potenziale für Energieoptimierungen)

Engadin St. Moritz Mountains ist weltweit das erste Unternehmen, welches Biokompressoröl für die Schneeanlagen verwendet.

Der mechanisch erzeugte Schnee besteht nur aus Wasser und Luft. Engadin St. Moritz Mountains verwendet keine Zusätze zur Kristallisationsförderung. Es wird kein Wasser verbraucht. Das Wasser wird lediglich in einen anderen Aggregatszustand umgewandelt. Im Frühling verwandelt sich der Schnee durch die Schneeschmelze wieder zu Wasser.

Schlussbericht zu den Beschneiungsanlagen vom Bundesamt für Energie BFE


Rekultivierung

Schon früh war man sich der Wichtigkeit bewusst, schonend und artgerecht mit der Natur umzugehen. Seit 1999 setzt Engadin St. Moritz Mountains auf ökologische Baubegleitung. Damals war diese noch nicht zwingend und dennoch legte man grossen Wert darauf. Mittlerweile ist eine solche Baubegleitung Standard.

Ein sehr gutes Beispiel dazu ist die alpine Ski-WM 2003. Von den Eingriffen der WM 2003 sieht man heute weniger als von jenen der WM 1974. Nach Bauarbeiten steht die Rekultivierung im Vordergrund. Die Begrünung der Flächen wird über Jahre begleitet und sicher gestellt. Eingriffe in die Natur werden kompensiert, in dem Bausünden von einst entfernt, alte Anlagen oder Gebäude abgebrochen oder verbaute Landschaften und Fliessgewässer renaturiert werden.


Öffentlicher Verkehr bei Mehrtagesabonnementen inbegriffen

Engadin St. Moritz Mountains hat schon früh die Wichtigkeit einer optimalen Verkehrsleitung erkannt und war vor über 20 Jahren eine der Hauptinitiatorinnen für den damaligen Sportbus im Tal. Aus heutiger Sicht hat die damals wegweisende Entscheidung, die Gäste vom Individual- auf den öffentlichen Verkehr zu bringen, nicht unwesentlich dazu beigetragen, den CO2 Ausstoss im Engadin zu minimieren. Eine Bewertung des VCS untermauert die Pionierrolle von Engadin St. Moritz Mountains, was die Förderung des Gebrauchs der öffentlichen Verkehrsmittel anbelangt. In der Bewertung liegt Engadin St. Moritz auf dem 3. Platz. Untersucht wurde die Erreichbarkeit mit dem öV, das Mobilitätsangebot vor Ort und die Qualität der Information für autofreie Touristen.

Auch heute ist im Mehrtagesabonnement der Bergbahnen der öffentliche Verkehr inbegriffen. Damit schafft Engadin St. Moritz Mountains bei den Gästen den Anreiz, den öffentlichen Verkehr verstärkt zu nutzen.

Broschüre VCS Rating


Grosspistenmaschinen (über 4 m Breite)

Bereits ab 1996 bestellte Engadin St. Moritz Mountains sämtliche Pistenmaschinen nur noch mit biologisch abbaubarem Hydraulik-Öl. Als eine der ersten Bergbahnen betrieb sie beim Hersteller intensives Lobbying für den Einsatz für biologisch abbaubares Hydraulik-Öl.

1997 war Engadin St. Moritz Mountains das erste Skigebiet der Alpen, das schwefelarmen Winter-Diesel einsetzte. Dies, obwohl daraus ein Mehrpreis von 6 Rappen pro Liter bei einem Verbrauch von ca. 200'000 Liter/Jahr (+ CHF 12'000 pa) resultierte.

Im Jahr 2006 setzte Engadin St. Moritz Mountains weltweit als erster Bergbahnbetrieb überhaupt bei Grosspistenmaschinen (über 4 m Breite) Diesel-Partikelfilter ein. Dabei handelte es sich zu Beginn um ein neues Fahrzeug, welches vom ersten Einsatz an mit Partikelfilter ausgerüstet wurde, und ein bestehendes Fahrzeug, bei welchem der Partikelfilter nachträglich eingebaut wurde. Heute ist praktisch die ganze, 24 Maschinen umfassende Flotte mit einem Partikelfilter ausgerüstet.

 

 

Bericht BAFU, Bern


Erneuerbare Energien

Thermische Solaranlage
Bereits 1981 wurde die erste thermische Solaranlage auf Marguns in Betrieb genommen. 1991 wurde beim Neubau des  Restaurants Glünetta eine weitere Anlage eingesetzt. Mit Sonnenkraft und Nutzung der Abwärme wird die ganze Restauration beheizt.

 

Standseilbahn Muottas Muragl

Entlang des Bahntrasses sorgt seit 2010 auf 228 Metern die effizienteste Fotovoltaikanlage der Schweiz für die Generation der benötigten elektrischen Energie

Clean Energy St. Moritz

Mit dem Gesamt-Energie-Projekt Clean Energy St. Moritz setzt sich weltweit erstmals eine alpine Ferien- und Sportdestination konsequent für den Einsatz erneuerbarer Energien und effiziente Energieverwendung ein: Der Verbrauch von fossilen Energien (Heizöl, Benzin und Diesel) und Strom soll gesenkt werden und durch erneuerbare, vor Ort generierte Energie wie Wasser, Sonne, Geothermie und Biomasse ersetzt werden. Das Jahr der Berge 2002, des Ökotourismus 2002 sowie die alpinen Skiweltmeisterschaften 2003 gaben den Anstoss zu dieser Vision und initiierten die Gründung des Vereins Clean Energy St. Moritz. Im Rahmen von Clean Energy St. Moritz wurden unter anderem folgende zwei Projekte umgesetzt:

  • San Murezzan Windanlage (2666 m ü.M.): Die 6,2 kW AV7 Leichtwindanlage wurde 2002 für CHF 223‘800 installiert und produziert durchschnittlich 10‘000 kWh/a.
  • Standseilbahn St. Moritz Dorf-Chantarella-Corviglia: Die Photovoltaik-Anlage entlang des Bahntrassees wurde 2003 für CHF 367‘000 installiert und die Namen der 76 SponsorInnen auf den Pannels verewigt. Die 180 monokristallinen Solarmodule von Shell-Siemens mit einem Wirkungsgrad von 12-15% umfassen eine installierte Leistung von 19,8 kWp. Sie produzieren durchschnittlich 19‘000 kWh/a Solarstrom.
  • Mehr Informationen unter: www.clean-energy.ch

 


Weltneuheit: PistenBully 600 E+

Am 6. Dezember 2012 hat Engadin St. Moritz Mountains als weltweit erstes Unternehmen eine dieselelektrische Pistenmaschine, den «PistenBully 600 E+», der Kässbohrer Geländefahrzeug AG in Betrieb genommen. Es ist geplant, nur noch dieselelektrische Pistenmaschinen anzuschaffen und dadurch die Flotte sukzessive umzustellen. Die Technologie des Antriebs ermöglicht es, nicht nur den Ausstoss an NOx und CO2 zu reduzieren, sondern auch den Kraftstoffverbrauch und somit die Betriebskosten um 20% zu senken. Höchst erfreulicher Nebeneffekt ist, dass 99% weniger Russpartikel in die Luft abgegeben werden.

Weitere Informationen:


Reduktion von CO2-Emissionen

Möglichst geringe Emissionen von CO2 sind ein grosses Anliegen von Engadin St. Moritz Mountains. Da die wichtigsten Treiber von CO2-Emissionen bei Bergbahnen vor allem die Verbrennung von Heizöl und Diesel sind (Studie von grischconsulta vom 22. August 2011), setzt Engadin St. Moritz Mountains genau dort an:

  • Im Jahr 2012 wurde die erste dieselektrische Pistenmaschine, der PistenBully 600 E+, in Betrieb genommen.
  • Mit dem Umbau auf Muottas Muragl konnte der bisherige Jahresbedarf von ca. 40'000 Litern Heizöl und der Haushalts- und Betriebsstrom von 36'600 kWh/a zu 100% durch Solarenergie ersetzt werden. Damit konnte die CO2-Emission um 144 Tonnen pro Jahr reduziert werden. Dies entspricht einem durchschnittlichen PKW (Diesel/Benzin-Mix, 8.8L/100km, Personenbelegung 1.6), welcher 1‘080‘000km zurücklegt, also die Erde 27 mal umrundet.
  • Bereits im Jahr 1981 wurde auf Marguns die erste Solarthermie-Anlage in Betrieb genommen. Diese musste im Jahr 1995 dem Neubau der Sesselbahn Marguns-Trais Fluors - der ersten 6er-Sesselbahn der Schweiz - weichen.
  • Beim Bau des Restaurants Glünetta wurde im Jahr 1991 bereits eine Solarthermie-Anlage installiert.
  • Im Jahr 2005 wurde das Restaurantgebäude auf Marguns wärmesaniert um den Heizölverbrauch zu senken.

Die oben beschriebenen Massnahmen zeigen, dass Engadin St. Moritz Mountains es vorzieht, Emissionen im eigenen Unternehmen tatsächlich zu verhindern, anstatt mit Zahlungen lediglich zu "kompensieren".

Ein Skitag im Engadin entspricht im Schnitt einer CO2-Emission von rund 7.5 kg CO2 pro Gast. Die Emmission entspricht einem durchschnittlichen PKW, der 56km zurücklegt (Diesel/Benzin-Mix, 8.8L/100km, Personenbelegung 1.6).